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 Aktionen

Gebot der Annahme

Aus Nevillepedia

Das Grundprinzip der Lehren von Neville Goddard ist das Gebot der Annahme. Durch die Annahme, im Sinne von Vorwegnahmen, Erwartungen, Vermutungen, Hypothesen in der eigenen Innenwelt, formen sich die materiellen Ereignisse in der Außenwelt. Daraus resultiert, dass gedanklich immer von dem idealen Ausgang einer Konstellation ausgegangen werden sollte, ohne das "wie" zu hinterfragen. Jede Methode in seiner Lehre verfolgt dieses Grundprizip:

Gehe an das Ende und betrachte die Welt von diesem Ende aus (Go to the end and view the world from that end)

Wir haben zwei Möglichkeiten von denen wir unsere Gefühle abhängig machen können: 1. Außenwelt 2. Innenwelt. Neville Goddard appeliert daran, die Gefühle in Abhängigkeit zur Innenwelt (Ursache) zu stellen und die äußere Welt (Wirkung) als Spiegel der Innenwelt zu interpretieren. Beim Gebot der Annahme wird davon ausgegangen, dass unsere Vorstellungskraft die einzige Realität ist (Gebot des Bewusstseins). >Ich bin< ist das einzige was veränderbar ist. Mit diesem >Ich bin< kann der Mensch in jede Vorstellung einer Seinsqualität gehen. Wenn er diese für wahr hält, wird sie sich im Außen zeigen, also manifestieren. Mit Beständigkeit wird die Verwirklichung in vollem Vertrauen an das Unterbewusstein, ohne das Hinterfragen nach dem -wie- übergeben.

Bei Neville Goddard´s Arbeiten lassen sich zwei große Epochen unterscheiden. Bis 1959 schrieb und sprach er nur über das Gebot (the law). Von dem Begriff wandte er sich später ab, da nach seiner Erkenntnis Gesetze/Gebote an Bedingungen geknüpft sind. Ab den späten 1960er Jahren sprach er über das (bedingungslose) Versprechen (the promise).

Das menschliche Bewusstsein mit der Aufmerksamkeit ist die erste Ursache. Daraus folgen Wirkungen: eine Annahme mit der ein Selbstbild einhergeht, erzeugt einen Bewusstseinszustand. Dieses verfestigt sich über die Brücke von Ereignissen zu Tatsachen. Die Brücke von Ereignissen ist bereits eine Wirkung (keine Ursache).

Neville Goddard schildert in dem Vortrag Vortrag: "How Abdullah taught the law" wie sein Lehrer Abdullah ihm das Gebot lehrte.

ICH BIN

Neville war überzeugt davon, dass die Bibel mit der Idee erfüllt war, dass der Mensch vom Ende/Ausgang aus denken musste. Er nannte diesen Zustand "Ich bin" - und deutete es als eine mystische Übersetzung des Namen Gottes. Der Mensch könne jedes Ziel erreichen, vorausgesetzt, er nimmt das Gefühl in der Gegenwart an. Gehe also in den inneren Dialogen und der Vergegenwärtigung immer vom Gefühl und Wissen des bereits erreichen Zustandes aus. Bekräftige: "Ich bin..." und vermeide "Ich werde...", "Ich möchte...", "Ich bin bereit für...", "Ich erwarte...". Die Beständigkeit dieses Seinszustandes endet nicht mit der Meditation, dem Dämmerzustand oder des Schlafes sondern wird bewusst in den Alltag integriert.

Neville interpretierte jede Episode in der Bibel als eine psychologische Parabel dieser Wahrheit. In einem Beispiel in seinem Buch "Your Faith Is Your Fortune" aus dem Jahr 1941 nimmt er die Geschichte von Lots Frau auf, die sich nach dem Blick zurück auf die Stadt Sodom in eine Salzsäule verwandelt: "Unwissend, dass dein Bewusstsein dich in die Verhältnisse um dich herum malt. Indem du wie Lots Frau, immer wieder auf Dein Problem zurückschaust, wirst Du immer wieder von seiner scheinbaren Natürlichkeit hypnotisiert."

Zusammenfassung

  1. Gehe gedanklich beständig von dem idealen Ausgang aus und führe alle weiteren Handlungen von diesem Standpunkt aus durch. Ignoriere dabei das "Wie" und "Beeinflussungswege"
  2. Denke nicht darüber nach was, du willst (Wunsch) sondern betrachte die Welt von dem bereits erfüllten Zustand aus. Frage Dich "Wie würde ich mich fühlen und was würde ich machen, wenn mein Wunsch jetzt bereits erfüllt ist?"
  3. Kultiviere die innere Haltung "Ich bin..." und nimm ein neues Selbstbild an
  4. Bei der Arbeit mit dem bereits erfüllten Zustand aktiviere Gefühle von Dankbarkeit, Erleichterung und Überzeugung
  5. Bleibe beständig in diesem Seinszustand "Ich bin..." statt "Ich war..." oder "Ich werde...."


Abgrenzung zum Gesetz der Anziehung

Das Gebot der Annahme ist nicht zu verwechseln mit dem Gesetz der Anziehung (auch Resonanzgesetz) nach William Walker Atkinson oder Esther Hicks. Grundsätzlich geht dieses von einer Trennung zwischen ICH und der WELT aus. Das Gewünschte wird angezogen, indem die eigene Frequenz verändert wird und somit in Resonanz mit Ergeignissen identischer Schwingung tritt. Dabei wird diese schöpferische Kraft als außerhalb des eigenen Bewusstseins betrachtet. Jeder Gedanke und jedes Gefühl lösen Manifestationsprozesse unterschiedlichster Ausrichtung aus.

Der Ansatz vom Gebot der Annahme ist, dass innere Annahmen ihren Ausdruck in der äußeren Welt erhalten. Während das Gesetz der Anziehung dem Konzept folgt, dass Umstände angezogen werden. (Asdruck vs. Anziehung)

Das Gebot der Annahme von Neville Goddard hingegen, ist geprägt durch das als Wahrheit empfundene Selbstbild. Das individuelle Umfeld formt sich aus dem Glauben an das eigene Selbstbild heraus. Die Annahmen über das eigene Selbstbild besitzen also schöpferische Eigenschaften. Daraus resultierend ist eine Beeinflussung dieser schöpferische Kraftausrichtung durch die eigene menschliche Vorstellungskraft möglich. Neville dazu in dem Vortrag: "Imagination", 14.07.1969:

  • "Wenn ich an Jesus denke, dann sehe ich kein Wesen außerhalb meiner eigenen wunderbaren Vorstellungskraft
  • So, when I think of Jesus I do not see a being outside of my own wonderful human Imagination.

Das Universum ist also nicht getrennt vom eigenen Bewusstsein. Mit der eigenen schöpferischen Vorstellungskraft wird das Universum durch die eigenen Annahmen geschaffen. Die beständige Annahme, verbunden mit der künstlichen Aktivierung dessen resultierenden Gefühlen, verwirklicht die Annahme zu Tatsachen in der Außenwelt. Alles ist bereits vorhanden und bekommt im Dasein Ausdruck. (Everything is within you and can be brought into being.... Neville Goddard, The Creator, 1969)

Annahmen, die als wahr empfunden werden sind subjektive Wahrheiten bestimmen die weitere Wahrnehmung. Die daraus resultierenden Verhaltensmuster folgen diesen Annahmen. Daraus folgt, dass Gedanken nicht die Ursache sondern bereits eine Wirkung darstellen. Die Ideen, Gedanken und inneren Dialoge (Selbstgespräche) folgen den Annahmen, die der Mensch bewusst und unbewusst als wahr vereinnahmt. Dieser Ansatz stellt einen grundsätzlichen Unterschied zum "Gesetz der Anziehung" dar: Es sind nicht die Gedanken und Gefühle, welchen die schöpferische Kraft innewohnt, sondern die geglaubten Annahmen dahinter.

Welcher Rolle der Glaube spielt und wie der Lehrer Abdullah dieses Gebot lehrte, verdeutlichte Neville in dem Vortrag: "How Abdullah taught the law".

Erklärungen

aus dem Vortrag: "Assumptions Harden Into Fact"

  • "Der beste Weg dies zu tun, besteht darin deine Aufmerksamkeit auf die Idee zu konzentrieren, dich selbst mit Ihrem Ideal zu identifizieren. Nimm an, dass du bereits das bist was du suchst, und deine beständige Annahme, obwohl sie falsch ist, wird sich zu einer Tatsache verfestigen."
  • "Diese geistige Reise in den erwünschten Zustand mit seinem daraus resultierenden Gefühl der Wirklichkeit ist alles, was notwendig ist, um seine Verwirklichung herbeizuführen."
  • "In meditativer, schlafähnlicher Stimmung steigt die Wolke auf. In diesem schläfrigen Zustand solltest du annehmen, dass du das bist, was du sein willst und das hast, was du suchst. Denn die Wolke wird die Form deiner Annahme annehmen und eine Welt, die sich in Harmonie mit dieser Annahmen befindet, gestalten. Die Wolke ist einfach das Gewand deines Bewusstseins. Dort wo dein Bewusstsein ist, da wird auch dein Körper sein."
  • "Was auch immer der Satz ist, impliziere dass die Annahme wahr ist, dass es konkret ist, dass es bereits eine Tatsache ist und du es weißt."
  • "The best way to do this is to concentrate your attention upon the idea of identifying yourself with your ideal. Assume you are already that which you seek and your assumption, though false, if sustained, will harden into fact."
  • "This mental journey into the desired state, with its subsequent feeling of reality, is all that is necessary to bring about its fulfillment."
  • "In a meditative mood bordering on sleep the cloud ascends. It is in this drowsy state that you should assume that you are that which you desire to be, and that you have that which you seek, for the cloud will assume the form of your assumption and fashion a world in harmony with itself. The cloud is simply the garment of your consciousness, and where your consciousness is placed, there you will be in the flesh also."
  • "Whatever the phrase is, let it imply that the assumption is true, that it is concrete, that it is already a fact and you know it."

aus dem Vortrag: "Conception"

  • "Jetzt kannst du das mit allem machen. Ein Ziel, ein Verlangen, es ist das Ei, das du durchdringen und einnehmen kannst. Du kannst dich direkt hineinbewegen und die Welt daraus betrachten. Denk nicht darüber nach; sondern betrachte die Welt von dort aus. Dann spüre die Erleichterung, die Befriedigung, dort zu sein. Führe es so aus und keine Macht in der Welt kann dich daran hindern, diesen Zustand zu erreichen. Du wirst vielleicht bereuen, was du getan hast, aber du wirst es verwirklichen. Lerne deine Lektion und versuche, zu vermeiden, was du in Zukunft nicht erleben willst. "
  • “Now you can do this with everything. An objective, a desire, is an egg, which you can penetrate and occupy. You can move right into it and view the world from it. Don’t think of it; view the world from it, which implies that you are in it. Then feel the relief, the satisfaction, of being there. Do this and no power in the world can stop you from realizing that state. You may regret what you did, but you will fulfill it anyway. Learn your lesson and try not to do that which you do not want to experience in the future.”

aus dem Vortrag: "What are you doing?"

  • "Denke immer in klarer Form, denn du beeinflusst damit andere. Als ich Barbados verlassen wollte, dachte ich nicht daran, irgendjemanden zu beeinflussen. Ich verwendete einfach Klarheit der Form und ging in meiner Vorstellung die Gangway hinauf. Dieser Vorgang veranlasste jemanden, der fünftausend Meilen entfernt war, seine Reise abzusagen. Obwohl es Hunderte vor mir gab, die auf diese Reise warteten, wählte derjenige der die Tickets weitergeben konnte uns aus. Also beeinflusste ich andere, ich stellte es mir vor und wir kamen zurück, während Tausende, die uns zuvorkamen die Reise zu beantragen, weiter warteten bis sie an der Reihe waren."
  • "In dem Moment, in dem du an Beeinflussung denkst, minderst du das magische Wunder. Alle Menschen auf der Welt sind ein Ausdruck von dir. Niemand hat die Macht, dich einzuschränken oder zu fördern, denn das machst du selbst."
  • "Always think in clarity of form, for as you do, you are influencing others. When I wanted to get out of Barbados, I didn't think of influencing anyone. I simply used clarity of form and walked up the gangplank in my imagination. That act caused someone five thousand miles away to cancel their passage. And although there were hundreds ahead of me waiting for passage, the one who had the power to distribute the tickets chose us, so I did influence others. I imagined, and we came back, while thousands who preceded us in applying for passage continued to wait their turn."
  • "The moment you think of influence, you reduce a miracle to magic. All the people in the world are only yourself pushed out. No one has the power to hold you back or promote you, for you are self-promoted or self-restricted.”

aus dem Vortrag: "Feel deeply"

  • "Was du fühlst ist viel wichtiger als das was du denkst. Vielleicht denkst du lange Zeit daran etwas zu machen und tust es dann nie, aber wenn du etwas tief spürst, wirst du zum Handeln angespornt - und Gott handelt! Er, der die Ursache allen Lebens ist, handelt durch den Wahrnehmung des Gefühls. Du kannst an tausend Sachen denken, wirst aber nicht bewegt, um auch nur auf eine davon zu reagieren. Eine tiefe Überzeugung - gefühlt, ist viel wichtiger als alles, was man jemals denken könnte."
  • "Fühle inniglich, denn was du tief empfindest, ist lebendiger als was du denkst. Jeden Tag kannst du darüber nachdenken, wie wunderbar es wäre, wenn... - und niemals handeln. Aber wenn du jeden Tag fühlst, wie wunderbar es jetzt ist, wird es wahr werden. Shakespeare sagte: "Gehe von einem Vorteil aus, wenn du keinen hast" Ein Vorteil muss gefühlt werden, damit er vorhanden ist. Unterlasse heute die Annahme ab und es wird leicht sein, nächste Woche und noch leichter die nächste sie zu unterlassen. Aber wenn du annimmst, dass dein Verlangen jetzt erfüllt ist und diese Annahme durch Gefühle aufrecht erhalten bleibt, wird es sich in deiner Welt als wörtliche Tatsache durchsetzen."
  • "What you feel deeply is far more important than what you are thinking. You may think about doing something for a long time and never do it, but when you feel something deeply you are spurred to act - and God acts! He who is the cause of all life acts through the sense of feeling. You can think of a thousand things, yet not be moved to act upon one of them. A deep conviction - felt, is far more important than anything you could ever think."
  • "Feel in depth, for what you feel deeply is more vital than what you think. Every day you can think about how wonderful it would be if - and never act. But if every day you would feel how wonderful it is now, it will become true. Shakespeare said: “Assume a virtue if you have it not.” A virtue must be felt to be assumed. Refrain from the assumption tonight and it will be easy to refrain next week and still easier the next. But if you will assume your desire is fulfilled now, and persevere in that assumption through the sense of feeling, it will be externalized as a literal fact in your world."

aus dem Vortrag: "The Creator"

  • "Viele Menschen sagen, dass sie heute etwas wollen, aber vergessen es dann eine Woche später." Ich spreche nicht über ein kleines magisches Ding, bei dem du einen Zauberstab schwenken kannst und dein Verlangen wird plötzlich erscheinen. Dieses Gebot beruht auf einem Grundsatz. Wenn Du etwas willst, kannst du es haben aber du musst aufgeben was du jetzt bist um das zu werden was du sein möchtest. Dies ist der einzige Preis, den du zahlen hast. Es ist kein Opfer erforderlich, außer dass du den Zustand, in dem du dich befindest aufgibst und dich in den Zustand bewegst, in dem du sein möchtest. Es sind nur Zustände.
  • "Many a person will say they want something today, but forget about it a week later. I am not speaking about some little magical thing where you can wave a wand and your desire will suddenly appear. This law is based upon a principle. If you want something, you can have it, but you must be willing to give up what you are now in order to be what you want to be. That is the only price you pay. No sacrifice is required outside of giving up the state in which you find yourself and moving into the state where you want to be, for they are only states."

aus dem Buch: "The Power of Awareness"

  • "Vorstellungen bestimmen den Weg, dem die Aufmerksamkeit folgt. Hier ist ein guter Test, um diese Tatsache zu beweisen. Gehe vom Gefühl Deines erfüllten Wunsches aus und beobachte den Weg, dem Deine Aufmerksamkeit folgt. Du wirst bemerken, dass solange Du Deiner Annahme treu bleibst, so lange wird Deine Aufmerksamkeit Dich mit Bildern in Berührung bringen, die eindeutig mit dieser Annahme verbunden sind."
  • "Concepts determine the route that attention follows. Here is a good test to prove this fact. Assume the feeling of your wish fulfilled and observe the route that your attention follows. You will observe that as long as you remain faithful to your assumption, so long will your attention be confronted with images clearly related to that assumption."

aus dem Vortrag: "The Forming of Christ in you"

  • "Du kannst Deine Vorstellungskraft einsetzen, wenn Du die die Straße entlang gehst. Eine gewöhnliche Annahme ist einfach und kann viel Spaß machen."
  • "You can imagine as you walk down the street. A simple assumption is easy and can be lots of fun."

Quellen

Querverweise


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